Meister der Georgslegende –

Der Meister der Georgslegende war ein im Köln des Mittelalters von um 1460 bis um 1490 tätiger Maler. Da sein wahrer Name unbekannt ist, wird er nach dem von ihm geschaffenen Altarbild mit Darstellungen zur Legende des Hl. Georg benannt. Er gehörte zu den wichtigsten Vertretern des niederländisch beeinflussten Stils in Köln, beeinflusst z.B. von der Kunst des Rogier van der Weyden.

Inhaltsverzeichnis

Der Georgsaltar des Meisters der Georgslegende ist um 1460 entstanden und im Wallraf-Richartz-Museum & Fondation Corboud in Köln zu sehen. Im geöffneten Zustand hat dieses Werk keine kompositorische und zentrale inhaltliche Mitte. Im Gegensatz zu anderen Altarbildern der gleichen Epoche macht seine chronologische Anordnung der Einzelbilder das Werk so zur einer reinen Bilderzählung, ohne ein sonst übliches Mittelbild der religiösen Verehrung.[1] Erst besondere Interpretation der Bildlinien zeigt, dass man sich vor dem Bild ein Altarkreuz vorstellen kann, das in der Gesamtkomposition mit dem Altarbild einen solchen religiösen Focus in einer greifbaren Dimension ("3D") geben konnte.[2] Wie in anderen ihm zuzuschreibenden Bildern zeigt der Maler räumliche Erfahrungen in einem realistisch-erfassbaren Erzählstil.[3]

  • Georgsaltar, um 1460. Köln, Wallraf-Richartz-Museum WRM 114-118
  • Gregorsmesse, um 1470. Köln, St. Kunibert [2]

  • L. Scheibler und C. Aldenhoven: Geschichte der Kölner Malerschule. Nöhring 1902.
  • Vollständiges Verzeichnis der Gemäldesammlung / Wallraf-Richartz-Museum Köln Electa/DuMont, 1986 – ISBN 3-7701-1979-7.
  • WALLRAF-RICHARTZ-MUSEUM & FONDATION CORBOUD: Ahnen des Comic Strips [3]
  • C. Dietmar: Das mittelalterliche Köln. Verlagsgruppe Bachem 2003
Frank Günter Zehnder, Gotische Malerei in Köln, Altkölner Bilder v on 1300-1550, 2. Aufl. Köln 1993.

  • Wallraf-Richartz-Museum & Fondation Corboud: Ahnen des Comic Strips
  • R. Krischel: Neues Mittelalter im Wallraf In: Kölner Museums-Bulletin 2008 (3), S. 13-26
  • deutsche fotothek: Der Meister der Georgslegende. Künstlerdokument 70086059. Stand 2009 [1]

  • Normdaten: PND: 118580353 (PICA) | WP-Personeninfo}

    Meister von Flémalle –




    Der Mérode-Altar, c. 1425Meister von Flémalle (auch: Meister des Mérode-Altars) ist der Notname eines etwa von 1410 bis 1440 tätigen flämischen Malers. Der unbekannte Künstler erhielt seinen Notnamen nach drei Bildtafeln, deren Provenienz beim Erwerb im 19. Jahrhundert mit Flémalle bei Lüttich angegeben wurde.Da sich in Flémalle nicht wie angegeben eine Abtei befindet, bleibt die Provenienz im Dunkeln. Es wird vermutet, dass der Meister mit Robert Campin in Tournai identisch sein könnte.

    • Der Meister von Flémalle und Rogier van der Weyden (Ausstellungskatalog des Städel Museums Frankfurt, 21. November 2008-22. Februar 2009 und der Gemäldegalerie der Staatlichen Museen zu Berlin, 20. März 2009-21. Juni 2009), Hrsg. Stephan Kemperdick & Jochen Sander, Ostfildern, Hatje Cantz Verlag, 2008, ISBN 978-3-7757-2258-2

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    Meister des Prenzlauer Hochaltars –

    Der Meister des Prenzlauer Hochaltars ist der Notname eines oder wohl eher zweier in Lübeck zu Beginn des 16. Jahrhunderts wirkender Künstler, benannt nach dem auf 1512 datierten Hochaltar der Marienkirche in Prenzlau,

    Der in Lübeck gefertigte Schnitzaltar überlebte den Großen Brand von Prenzlau 1945, weil er vorsorglich in einem Turm eingemauert worden war. Er steht wieder in der damals abgebrannten und nach 1970 wieder aufgebauten backsteingotischen Marienkirche. Allerdings wurden die geschnitzten Figuren des Altars im Jahr 1991 gestohlen. Ein Teil von ihnen konnte kurz darauf in Lübeck sichergestellt werden.

    Die Kunstwissenschaft vermutet, dass Bildschnitzer und Bildmaler des Altars verschiedene Personen waren.[1] Hinsichtlich der Bildschnitzerei unterscheidet sich der Altar von Arbeiten der ihm sonst nahe kommenden Lübecker Künstler Claus Berg oder Benedikt Dreyer. Dem Bildschnitzer wird auch der Laurentiusaltar der Bruderschaft der Brauersknechte von 1522 im St.-Annen-Kloster Lübeck zugeordnet. Die Malerei fällt dagegen von der Qualität ab, im Zusammenhang mit einer Einordnung wird häufiger der Notname des ebenfalls namentlich unbekannten Meisters des Bützower Altars genannt.

  • Thieme-Becker Band 37, Leipzig 1950, führt daher zum gleichen "Lemma" nacheinander zwei Einträge auf, den ersten für den Bildschnitzer, den zweiten für den Maler.
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    AdaGruppe –




    Meister der Ada-Gruppe: Der Evangelist Matthäus , um 790


    Unbekannter Lorscher Meister:: Der Evangelist Lukas, um 810Als Ada-Gruppe oder Hofschule Karls des Großen wird eine Malschule der karolingischen Buchmalerei bezeichnet, die nach einem Hauptwerk, der um 790 entstandenen Ada-Handschrift benannt ist. Die Ada-Handschrift diente einer Reihe von Manuskripten als Vorlage, so dass diese Handschriften zur sogenannten Ada-Gruppe zusammengefasst werden. Die Ada-Handschrift gab somit wichtige künstlerische Anregungen und Impulse, die in der Folge zur Entwicklung eines gemeinsamen Stils beigetragen haben.[1]

    Inhaltsverzeichnis

    Die Hofschule war im höfischen Umfeld in Aachen tätig. Erwogen wurde früher auch eine Lokalisierung im Reichskloster Fulda[2] oder im Reichskloster Lorsch[3].

    Den Handschriften der Ada-Gruppe ist die bewusste Auseinandersetzung mit dem antiken Erbe sowie ein übereinstimmendes Bildprogramm gemeinsam. Sie orientieren sich dabei vermutlich vorwiegend an spätantiken Vorlagen aus Ravenna.[4] Neben prachtvollen, Architekturmotive oder edelsteinverzierte Bilderrahmen imitierenden Arkaden und insular beeinflussten Initial-Zierseiten gehören großflächige Evangelistenbilder zur Ausstattung, die seit der Ada-Handschrift einen Grundtyp vielfach variieren. Den Figuren mit klar konturierter Binnenzeichnung wird durch schwellende, reiche Gewänder zum ersten Mal seit römischer Zeit wieder Körperlichkeit, dem Raum Dreidimensionalität zurückgegeben.[5] Den Bildern ist ein gewisser horror vacui, die Angst vor der Leere, gemeinsam, so füllen ausladende Thronlandschaften die Blätter mit den Evangelistenbildern. Zeitgleich und wahrscheinlich am gleichen Ort war die sogenannte Palastschule Karls des Großen tätig, die die Gruppe des Wiener Krönungsevangeliars schuf. In dieser Malschule waren wahrscheinlich byzantinische Buchmaler tätig, deren Stil sich stark von dem der Hofschule unterschied.




    Maiestas domini-Darstellung im Godescalc-Evangelistar (wahrscheinlich Aachen, 781/783).Die erste Prachthandschrift, die Karl zwischen 781 und 783, also unmittelbar nach seiner Romfahrt, in Auftrag gab, war das nach seinem Schreiber benannte Godescalc-Evangelistar. Möglicherweise entstand dieses Werk noch nicht in Aachen, sondern in der Königspfalz Worms.[6] Die große Initialseite, Zierbuchstaben und ein Teil der Ornamentik entstammen der insularen, nichts erinnert aber an die merowingische Buchmalerei. Das Neue der Illumination sind die der Antike entnommenen Schmuckelemente, plastisch-figürlichen Motive sowie die verwendete Schrift. Die ganzseitigen Miniaturen – der thronende Christus, die vier Evangelisten sowie der Lebensbrunnen – streben nach realer Körperlichkeit und einer logischen Verbindung zum dargestellten Raum und wirkten so stilbildend für die folgenden Werke der Hofschule. Der Text wurde mit goldener und silberner Tinte auf purpurgefärbtem Pergament geschrieben.Um 790 entstanden der erste Teil der Ada-Handschrift und ein Evangeliar aus Saint-Martin-des-Champs. Es folgte der ebenfalls nach seinem Schreiber benannte, vor 795 geschriebenen Dagulf-Psalter, der nach dem Widmungsgedicht von Karl selbst in Auftrag gegeben wurde und als Geschenk für Papst Hadrian I. bestimmt war. Noch Ende des achten Jahrhunderts sind die Evangeliare in Abbeville und in London,[7] anzusetzen, um 800 das Evangeliar von Saint Médard in Soissons sowie der zweite Teil der Ada-Handschrift und um 810 das Lorscher Evangeliar. Ein Fragment eines Evangeliars in London[8] beschließt die Reihe der illustrierten Handschriften aus der Hofschule. Nach dem Tod Karls des Großen löste sie sich anscheinend auf.[9] So bestimmend ihr Einfluss bis dahin war, scheint sie für die Buchmalerei der folgenden Jahrzehnte doch nur wenig Spuren hinterlassen zu haben.[9] Nachwirkungen lassen sich in Fulda, Mainz, Salzburg und im Umkreis von Saint-Denis sowie einigen nordostfränkischen Skriptorien nachweisen.[10]

    • Hauptwerke der karolingischen Buchmalerei

  • vgl. W. Köhler: Die Tradition der Adagruppe und die Anfänge des ottonischen Stiles in der Buchmalerei. In: Wilhelm Worringer (Hrsg.): Festschrift zum sechzigsten Geburtstag von Paul Clemen. Cohen, Bonn 1926, S. 255–272
  • vgl. dazu die Abgrenzung von H. Zimmermann: Die Fuldaer Buchmalerei in karolingischer und ottonischer Zeit. Rohrer, Brünn 1910 (Dissertation, Halle)
  • so F. Oslender O.S.B.: Die geistige Welt der Karolingerzeit im Spiegel ihrer Buchmalerei. In: A. Zimmermann, J. Koch: Studien und Texte zur Geistesgeschichte des Mittelalters. Band 1. Brill Archive, 1950, S. 122
  • Jakobi-Mirwald, S. 238.
  • Lexikon des Mittelalters, Sp. 842.
  • Mütherich 1999, S. 561.
  • London, British Library, Harley Ms. 2788.
  • London, British Library, Cotton Clausius B. V.
  • a b Holländer, S. 248.
  • Mütherich, S. 564.
    • A. Boeckler: Formgeschichtliche Studien zur Ada-Gruppe. In: Bayer. Akademie d. Wiss. Phil. Hist. KL. Abhandl. NF. 42 (vorgetragen am 11. November 1955), München 1956
    • Wilhelm Köhler: Die Tradition der Adagruppe und die Anfänge des ottonischen Stiles in der Buchmalerei. In: W. Worringer (Hrsg.): Festschrift zum sechzigsten Geburtstag von Paul Clemen. Cohen, Bonn 1926, S. 255–272
    • Wilhelm Köhler: Die Karolingischen Miniaturen. 3 Bände, Deutscher Verein für Kunstwissenschaft (Denkmäler deutscher Kunst), früher Verlag Bruno Cassirer, Berlin 1930–1960, fortgeführt von Florentine Mütherich, Bände 4–7, Deutscher Verlag für Kunstwissenschaft, später Reichert Verlag, Wiesbaden 1971–2007
    • Florentine Mütherich, Joachim E. Gaehde: Karolingische Buchmalerei. Prestel, München 1979, ISBN 3-7913-0395-3
    • Florentine Mütherich: Die Erneuerung der Buchmalerei am Hof Karls des Großen. In: 799. Kunst und Kultur der Karolingerzeit. Band 3, S. 560–609.
    • Ingo F. Walther, Norbert Wolf: Meisterwerke der Buchmalerei. Taschen, Köln u. a. 2005, ISBN 3-8228-4747-X
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    Hans Hesse –




    Annaberger Bergaltar von Hans HesseHans Hesse (nachweisbar zwischen 1497 und 1539) war ein deutscher Tafel- und Glasmaler der späten Gotik und frühen Renaissance.

    Inhaltsverzeichnis

    Über das Leben des wahrscheinlich um 1470 geborenen Malers ist nur wenig bekannt. Aufgrund seines Malstils wird vermutet, dass er in Nürnberg oder im Nürnberger Raum seine Ausbildung erhielt. Ob er aus dieser Gegend stammt, konnte bisher nicht von der Forschung belegt werden. Der Aufenthalt Hesses in Sachsen ist nur für die Jahre von 1497 bis 1539 nachweisbar.Das erste Hans Hesse mit Sicherheit zuzuschreibende Werk ist ein gemalter, 1497 fertig gestellter Flügelaltar, der sich heute in der Dorfkirche in Dittmannsdorf im heutigen Erzgebirgskreis befindet. 1500 oder 1501 ließ sich Hesse in Zwickau nieder, um dort eine bis etwa 1506 nachweisbare Werkstatt zu betreiben. Während dieser Zeit lernte er den ebenfalls in Zwickau arbeitenden Bildschnitzer Peter Breuer kennen, mit dem er den 1505 geweihten Hochaltar der Johanniskirche in Chemnitz ausführte.Hesse zog wahrscheinlich 1506 in das albertinische Annaberg, wo im selben Jahr ein Mann namens Hans Hesse wegen Totschlag verurteilt wurde. Ob der Maler mit dem gleichnamigen Verurteilten identisch ist, lässt sich nicht mehr klären. Es ist lediglich bekannt, dass Hesse sich schon kurze Zeit später im benachbarten, ernestinischen Buchholz niederließ, wo er vor möglichen Nachstellungen aus Annaberg sicher war.In Buchholz gelangte er durch den Kauf und Verkauf von Häusern zu einigem Wohlstand. Er wurde ein angesehener Bürger dieser Stadt, der aber als Maler weiterhin gefragt blieb und in den Folgejahren zahlreiche Aufträge ausführte. Sein Hauptwerk ist die Bemalung des 1521 geweihten Annaberger Bergaltars in der St. Annenkirche, die er 1522/23 ausführte. Berühmt sind vor allem die informativen Darstellungen aus dem erzgebirgischen Bergmannsleben auf der Rückseite des Retabels.Hans Hesse malte seit dem Ende der 1520-er Jahre aus unbekannten Gründen nicht mehr und wurde 1539 letztmalig in den Akten erwähnt. Aufgrund seines, für die damalige Zeit hohen Alters, ist anzunehmen, dass er wenig später verstorben ist.

    • Annaberg-Buchholz, Evangelische Stadtkirche Sankt Annen
      • Die heilige Katharina, Schutzheilige der Bergleute; wahrscheinlich Teil des Epitaphs des Stifters Gurlitt
      • Annaberger Bergaltar, um 1520–1522
      • Die heilige Katharina mit der Familie Pflugk, um 1515–1520; wahrscheinlich Flügel des ehemaligen Familienaltars der Familie Pflugk)
      • Maria mit dem Kinde auf einer Mondsichel stehend, um 1515–1520; wahrscheinlich Flügel des ehemaligen Familienaltars der Familie Pflugk)
    • Annaberg-Buchholz, Franziskanerkirche
      • Die heilige Veronika mit dem Schweißtuch Christi, das von zwei Engeln gehalten wird, um 1523/24; Bekrönung des ehemaligen Hochaltars der Franziskanerkirche in Annaberg
      • Die Heiligen Klara und Ludwig, um 1523/24; Altarflügel des ehemaligen Hochaltars der Franziskanerkirche in Annaberg
      • Die Heiligen Margareta und Christophorus, um 1523/24; Altarflügel des ehemaligen Hochaltars der Franziskanerkirche in Annaberg
    • Annaberg-Buchholz, St.-Katharinen-Kirche zu Buchholz
      • Wolfgangsaltar, um 1515
    • Chemnitz, Schlossbergmuseum
      • Die Heiligen Wolfgang von Regensburg (?), Andreas und Jakobus d. Ä. / Die Heiligen Katharina, Margaretha, Barbara und Stifterin mit ihren Töchtern, um 1505; Flügel des ehemaligen Hochaltars der Johanniskirche zu Chemnitz
      • Madonna auf der Mondsichel mit Maria Magdalena, um 1503, aus der Marienkirche Zwickau (Eigentum der Staatl. Kunstsammlungen, Dresden)
    • Chemnitz-Ebersdorf, Evangelische Pfarrkirche & Ehemalige Stiftskirche Unserer Lieben Frauen
      • Hochaltar, um 1513
    • Dittmannsdorf, Dorfkirche
      • Flügelaltar, 1497
    • Goslar, Jakobikirche
      • Pieta, um 1510
    • Leipzig, Museum des Kunsthandwerks
      • Die Heiligen Andreas und Jakobus d. J., um 1504; ehemals Flügelinnenseite des Hochaltars der Nikolaikirche zu Zwickau
      • Die Heiligen Johannes der Täufer und Johannes der Evangelist, um 1504; ehemals Altarflügel des Hochaltars der Nikolaikirche zu Zwickau
    • Meißen, Albrechtsburg
      • Epitaph der Familie Gülden mit Maria auf der Mondsichel und der heiligen Magdalena, 1503; Dauerleihgabe der Staatlichen Kunstsammlungen Dresden
    • Plauen, Kirche zu Neumark
      • Stifterpaar, 1498; Glasmalerei, Fenster
      • Geistlicher, 1498; Glasmalerei, Fenster
    • Raudnitz an der Elbe, Propsteikirche zu Roudnice
      • Die Grablegung Christi, 1522; Flügel des ehemaligen Altars von Roudnice
      • Das letzte Abendmahl, 1522; Flügel des ehemaligen Altars von Roudnice
    • Zwickau, Dom Sankt Marien
      • Epitaph des Baldassar Teufel mit „Ecce homo“, 1500

    • Thieme-Becker, Allgemeines Lexikon der Bildenden Künstler von der Antike bis zur Gegenwart, Verlag E.A. Seemann, Leipzig 1923, Bd. 16, S. 590f.
    • "Historischer Führer – Stätten und Denkmale der Geschichte in den Bezirken Leipzig, Karl-Marx-Stadt", Urania-Verlag Leipzig Jena Berlin, 1. Auflage 1981
    • "Kunstdenkmäler in der DDR – Bezirke Dresden, Karl-Marx-Stadt, Leipzig – Ein Bildhandbuch", Edition Leipzig, 2. verbesserte Auflage 1989, ISBN 3-361-00249-4
    • Hans Burkhardt, Hans Hesse in Annaberg-Buchholz. Altes und Neues aus dem Leben des berühmten Malers. In: Sächsische Heimatblätter Heft 1/1971, S. 1–5
    • Walter Fellmann, "Sachsen-Lexikon", Koehler & Amelang Verlagsgesellschaft mbH, München Berlin, 2000, ISBN 3-7338-0234-9
    • Marianne Mehling (Hg.), "Knaurs Kulturführer in Farbe – Sachsen", Droemersche Verlagsanstalt Th. Knaur Nachf., München 1991, ISBN 3-426-26488-9
    • Ingo Sandner, "Hans Hesse - Ein Maler der Spätgotik in Sachsen", VEB Verlag der Kunst, Dresden 1983
    • Gotthard B. Schicker, Hans Hesse oder Hannß Heße in Dicknischl - Erzgebirgsleute von damals und heute, Druck- und Verlagsgesellschaft Marienberg mbH, 2008, ISBN 978-3-931770-76-1



     Commons: Hans Hesse – Sammlung von Bildern, Videos und AudiodateienNormdaten: PND: 118550411 (PICA) | WP-Personeninfo
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    Meister der AndréMadonna –

    Als Meister der André-Madonna[1] wird ein namentlich nicht bekannter altniederländischer Maler bezeichnet, der um 1498 oder 1520[2] eine „Madonna mit Tintenfass“ gemalt hat. Es zeigt Maria, die das Christuskind das Schreiben lehrt.[3] Der Notname des Meisters wurde ihm nach dem Aufbewahrungsort dieses Bildes gegeben, der Sammlung Jacquemart-André in Paris.Dem Meister der André-Madonna werden auch weiter Bilder einer Madonna mit Kind unter Engeln zugeordnet. Diese imitieren dabei ein bekanntes Bild Madonna am Springbrunnen von 1439 des Jan van Eyck[4] und setzt die Madonna vor die Stadtkulisse von Brügge. Es existieren mehrere Varianten dieser Madonna, die wie z.B. die Madonna in der Thyssen-Bornemisza-Sammlung von Kunstexperten dem Meister der André-Madonna zugeschrieben werden,[5][6] es wird aber auch auf die Unterschiede mancher dieser Bilder verwiesen und die Möglichkeit offengelassen, dass solche Bilder z.B. aus dem näheren Umkreis von Gerard David stammen könnten.

    • Madonna mit dem Tintenfass (André-Madonna), Musée Jacquemart-André,. Paris
    • Madonna mit Kind unter Engeln im Torbogen (Madonna rodeada por cuatro ángeles de pie en un arco), Fundación Colección Thyssen-Bornemisza, Madrid
    • Madonna im Torbogen (Madonna in Archway), Privatbesitz[7]
    • Madonna im Torbogen (Madonna in Archway), Privatbesitz[8]

  • Max Jakob Friedländer: Altniederländische Malerei. Band 9 Berlin, Paul Cassirer 1931, S 95-96
  • P. Lorentz, M. Comblen-Sonkes: Corpus de la peinture des anciens pays-bas méridionaux et de la principauté de Liège au quinzième siècle, Bd. 19, Musée du Louvre, Paris, III, Brüssel 2001
  • vgl. dazu und allgemein zu diesem Motiv C. P. Parkhurst Jr.: The Madonna of the Writing Christ Child. In: The Art Bulletin, Vol. 23, No. 4 (1941), S. 292-306 (Englisch)
  • Koninklijk Museum voor Schone Kunsten, Antwerpen, Belgien
  • J. C. Ebbinge-Wübben: The Thyssen-Bornemisza Collection. Castagnola-Ticino, 1969, S. 206–207
  • M. J. Friedländer: Die Altniederländische Malerei. Band 9, Paul Cassirer 1931, S. 95–96
  • Auktionshaus Sotheby, London, Verkaufsangebot Dezember 1977, Los 155
  • Auktionshaus Sotheby, New York, Verkausfangebot Mai 1994, :Los 25
    • Meister der André-Madonna: Jungfrau und Kind unter Engeln. Museo Thyssen-Bornemisza, Madrid, Nº INV. 255 (1930.62)
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    Meister des Kurpfälzischen Skizzenbuchs –

    Als Meister des Kurpfälzisches Skizzenbuch wird der Zeichner benannt, der um 1610 insgesamt 25 Zeichnungen nach Motiven aus der Region der Kurpfalz, insbesondere auch Zeichnungen der Stadtansicht und des noch nicht zerstörten Schlosses von Heidelberg geschaffen hat.

    Inhaltsverzeichnis

    Der namentlich nicht bekannte Künstler erhielt seinen Notnamen nach dem Titel des Buches, in dem seine Zeichnungen als Kurpfälzisches Skizzenbuch in moderner Zeit 1926 erstmals wieder veröffentlicht wurden[1]. Man hatte sie in einem Sammelband des Königlichen Kupferstichkabinetts aus Stuttgart unter eine Vielzahl anderer Originale entdeckt und ausgewählt. Die Zeichnungen sind mit Feder in rötlich-brauner Farbe auf weißem Büttenpapier geschaffen.

    Der Meister des Kurpfälzisches Skizzenbuch wird als ein Nachfolger Jan Brueghels des Älteren vermutet, zumal eines der Bilder der Serie von Heidelberg eine Kopie nach dessen Vorlage ist. Auch die anderen Bilder sind vermutlich Kopien nach Vorlagen aus der Zeit vor 1590. Der Meister wird im Umkreis der in Frankenthal in der Pfalz tätigen niederländischen Künstler vermutet, die dort aus religiösen Gründen in der Nähe des kurpfälzischen Hofes im Exil lebten[2].

    Neben dem Skizzenbuch, das heute von der Staatsgalerie Stuttgart bewahrt wird, werden dem Meister des Kurpfälzischen Skizzenbuchs noch einige wenige weitere Zeichnungen zugeschrieben, z.B. eine Zeichnung Schlachthaus und Mühlen in Frankenthal, heute im Hessischen Landesmuseum Darmstadt.

  • L. Schmieder: Kurpfälzisches Skizzenbuch. Heidelberg, Hörning, 1926
  • vgl. dazu z.B. K. Mugdan: Die 'Frankenthaler Malerschule. Festvortrag bei der Wiedereröffnung des Erkenbert-Museums am 14. Dez. 1968. In: Stadt Frankenthal (Hrsg.): Frankenthal, einst u. jetzt 1969, Heft 2. Frankenthal 1969, S. 2-6.
    • H. Hubach (Hrsg.): Kurpfälzisches Skizzenbuch: Ansichten Heidelbergs und der Kurpfalz um 1600, Katalog der Ausstellung in Heidelberg 1996. Umschau Buchverlag, Heidelberg 1996

    • Meister des Kurpfälzisches Skizzenbuch: Schlachthauses und Mühlen in Frankenthal, Bild beim Hessischen Landesmuseum Inv.Nr. AE 641
    • Meister des Kurpfälzisches Skizzenbuch: Heidelberger Ansichtm bei trutzkaiser.elmartino.de [1]
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